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SEMA in Focus-Schule Drucken E-Mail

 In der Mai/Juni-Ausgabe (2008) der Zeitschrift Focus-Schule ist ein Artikel über die SEMA Privatschule erschienen. Hier einige Auszüge aus dem Artikel:

"Man spricht Deutsch an der Mannheimer SEMA-Schule. Obwohl der türkische Premierminister für seine Landsleute in Deutschland Türkisch als Unterrichtssprache fordert. Und man hat Ethik,  obwohl sogar der deutsche Innenminister den Islamunterricht befürwortet. Und man wird demnächst umziehen, weil das alte Schulgebäude aus allen Nähten platzte.
Die SEMA, eine von Deutschtürken gegründete, staatlich genehmigte Privatschule, ist ein Erfolgsmodell. 45 türkischstämmige und vier deutsche Schüle lernen hier gemeinsam. Träger ist ein deutsch-türkischer Verein.
 [...] In Mannheim gibt es zurzeit eine fünfte und eine sechste Gymnasial- sowie eine fünfte Realschulklasse. Jedes Jahr kommt eine Stufe hinzu, bis die Kinder ihren Abschluss machen können. Die Inhalte richten sich nach dem in Baden-Württemberg gültigen Bildungsplan.
Begonnen hat alles mit Nachhilfezentren des TD Bildungsvereins für türkischen Schüler. „Immer wieder merkten wird, dass diese Schüler an manchen – ich betone, an manchen! – deutschen Schulen untergingen“, berichtet der Vorsitzende Ali Yildirim. Oft werfen Sprachprobleme die türkischen Schüler zurück. Viele können weder Deutsch noch Türkisch. Die „doppelte Halbsprachigkeit“ wird an der SEMA in kleinen Klassen mit maximal 20 Schülern durch gezielten Förderunterricht bekämpft.
„Sie sollen Deutsch nicht als Fremdsprache lernen, sondern als Zweitsprache, gleichwertig neben ihrer türkischen Muttersprache. Den Defiziten in der Muttersprache begegnen wir mit einer freiwilligen Türkisch-AG“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer. „Die Regel lautet ganz einfach: Im Unterricht und in den Pausen wird nur Deutsch gesprochen“. Die Kinder halten sich daran – auch ohne angedrohte Strafen.
Von der individuellen Förderung durch zehn vorwiegend deutsche Pädagogen profitieren auch deutsche Schüler. „Die Lehrer können hier viel besser auf uns eingehen“, sagt zum Beispiel der zwölfjährige Michael. Nachmittagsbetreuung und Mittagessen sind selbstverständlich.
Das Schulgeld liegt bei 248 Euro im Monat. SEMA wird vor allem von den Spenden deutsch-türkischer Geschäftsleute finanziert. Staatliche Zuschüsse fließen voraussichtlich erst ab dem übernächsten Schuljahr,
„Wie wollten von Anfang an eine internationale Schule sein und hoffen, dass noch mehr Deutsch unser Angebot annehmen“, erklärt die Geschäftsführung. „Schließlich wollen auch wir Ghettoisierung vermeiden.“ Das Angebot kommt an. Zum Beispiel Isabell M., die keine türkischen Verwandten hat. Zunächst zögerte sie, ihren Sohn Christopher auf eine Schule mit vorwiegend türkischstämmigen Kindern zu schicken. Er hatte nach der vierten Klasse eine bindende Empfehlung für die Realschule erhalten. Durch ein Privatgymnasium mit einem Realschulzweig wollte seine Mutter ihm einen späteren Wechsel aufs Gymnasium erleichtern. „Ich hatte ein falsches Bild von einer rein türkischen Schule, erwartete Islamunterricht“, sagt sie heute und ist inzwischen überzeugt: „Das war das Beste, was ich tun konnte.“
Christopher liebt seine Schule. Er hat ohne Probleme Anschluss gefunden und sich enorm verbessert. [...] „Das Bildungsniveau an der SEMA ist sehr hoch. Sein Mathelehrer ist der beste, den er je hatte“, berichtet die Mutter. Wenn es schon eine siebte Klasse gäbe, würde sie auch noch ihre ältere Tochter sofort anmelden." Sven Hasselberg. 
 
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